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Umgebung

 

Kampsee Dobra

 

Burgruine Dobra

 

Burgruine Dobra

Die ehemalige Kuenringerburg Dobra, die ab 1725 dem Verfall preisgegeben wurde, nachdem deren Besitzer nach Schloss Wetzlas umgezogen waren, wurde in den letzten Jahren vom Verein „Pölla aktiv“ bereits soweit saniert, dass sie wieder öffentlich zugänglich wurde. Mit dem Umbau des Bergfrieds in einen Aussichtsturm wurde ein attraktives Besuchsziel geschaffen. Für seine Begehung ist auch im Schloss Wetzlas ein Schlüssel hinterlegt. Für Erwachsene kostet der Eintritt € 1,50 und für Kinder ab 6 Jahren € 1,00.

Gehzeit: ca. 25 Minuten

 

Die mächtige Burgruine Dobra, die in ihren Ursprüngen auf das zwölfte Jahrhundert zurückgeht, erhebt sich über eine weit in den Kampsee Dobra vorgeschobene Landzunge. Sie zählt zu den schönsten Ruinen mittelalterlicher Burgen des Kamptales und vermittelt auch heute noch ein anschauliches Bild der Größe des einstigen Herrensitzes.

Die Geschichte der Burg

Die Burg Dobra war der Stammsitz oder wenigstens der Stammsitz eines Zweiges des Ministerialgeschlechtes der Herren von Dobra, über die zahlreiche Urkunden vom 12. Jhdt. an Auskunft geben.

Das erste urkundlich bekannte Mitglied dieses Geschlechtes ist HERTNIT von Dobra, 1278 wird Otto von Dürnstein als Dienstmann Heinrichs des Älteren von Kuenring auf Weitra mit der Feste Dobra belehnt. 1329 verkauft Arnold von Dobra mit Zustimmung seines Lehensherren Albero von Kuenring das halbe Haus Dobra mit allen Rechten um 235 Pfund seinem Onkel Simon von Sitzendorf. 1342 erbt Johann II. von Kuenring nach Albero VII. die Burg Dobra. 1408 fällt das Haus Dobra am Kamp in der Erbauseinandersetzung zwischen Achaz von Kuenring und seinem Schwager Johann II. von Liechtenstein-Nikolsburg an das Haus Liechtenstein. 1464 ist Wilhelm von Missingdorf, ein Sprößling des alten und angesehenen Hardegger Dienstadels, Herr auf Dobra. 1513 stirbt mit Herrn Hans von Missingdorf auf Dobra das Geschlecht der Missingdorfer aus. 1533 am 7.6. belehnt König Ferdinand I. seinen Feldhauptmann Freiherrn Nikolaus von Rauber im Manneserbe mit Dobra. 1564 am 17.11. wird Sebastian von Windisch-Grätz durch Belehnung Besitzer von Dobra. (Diese Belehnung nahm König Maximilian II. nach dem Tode des Freiherrn Wolf Dietrich von Rauber vor, da Sebastian von Windisch-Grätz auf die Feste bedeutende Summen zu fordern hatte.) 1639 kauft Freiherr Jakob von Kuefstein die Burg Dobra von den Hutstockerischen Erben.

1645 sollen die Schweden die Burg Dobra belagert haben. Der Sage nach griff die Besatzung zu einer List, um die Belagerer zum Abzug zu veranlassen. Als nur noch ein Stück Vieh vorhanden war, brachte man das Tier durch Zwicken mit glühenden Zangen zu lautem Gebrüll, schlachtete es dann und warf die Fleischstücke unter die Belagerer. Die Schweden vermeinten daher noch reiche Vorräte in der Burg und zogen unverrichteter Dinge ab.

1696 vergleichen sich die Herrschaften von Idolsberg und Dobra wegen Zwistigkeiten über Tiefenbacher Untertanen. 1699 verkauft Kaiser Leopold I. nach dem Tode der kinderlosen Anna Maria von Megier Burg und Herrschaft Dobra um 14.216 Pf.57 Kr. dem Baron Johann Reichardt Schäffer und erlaubt ihm, das Schloss an gelegenerer Stelle des Lehengutes neu zu errichten.

1715 erbt Freiherr Johann Philipp von Ehrmanns Burg und Herrschaft Dobra von einem Vetter Johann Reichardt Schäffer. Er besaß auch die Herrschaften Wetzlas und Tiefenbach, vereinigte Dobra mit jener von Wetzlas, zu welchen später auch noch die Herrschaften Krumau und Waldreichs kamen. 1720 baut Freiherr Ignaz Philipp von Ehrmanns zum Schlug gemäß der kaiserlichen Genehmigung vom Jahre 1699 den Meierhof Wetzlas zu einem Schloß aus; 1725 beginnt nach dem Umzug von Dobra nach Wetzlas der Verfall der Burg.

Quellen: Die Alte Heimat; Dehio-Handbuch

Der Sage nach soll auf Dobra ein Schatz vergraben sein. Der Teufel hütet das Gold und zählt es von Zeit zu Zeit mit fürchterlichem Geheul. Dieses Gold kann gehoben werden. Das vermag aber nur ein Mensch, dessen Wiege aus dem Stamm einer Föhre, die oben auf dem Burgfried wuchs, gemacht wurde. Der Teufel hat deshalb den Baum entwurzelt, und nun muss man eben warten, bis dort wieder eine Föhre gewachsen ist.

 

Frauenluck´n bei Schmerbach

 

Frauenluck’n bei Schmerbach

Etwa 40 Minuten Gehzeit von Schloss Wetzlas entfernt, befindet sich im kristallinen Schiefer eine Höhle, genannt die „Frauenluck’n“. Der Weg zu dieser mystischen Höhle ist von der Ortsmitte von Schmerbach aus gut beschildert. Der etwas schwierige Zugang zur Höhle ist durch Halteseile abgesichert, sodass die Höhle gefahrlos erreicht werden kann. Die Höhle selbst besitzt keinen Vorplatz, gleich von ihr stürzen die Felsen steil in eine zum Kamp führende Rinne ab.
Bei wissenschaftlichen Grabungen und Untersuchungen wurden in den Erdschichten der Höhle Tierknochen, Feuersteine, prismatische Klingen, Kantenstichel und unfertige Nadeln aus Röhrenknochen gefunden. Auf Grund dieser Funde steht fest, dass diese Höhle bereits im Magdalenien (nach der Grotte La Madeleine im französischen Departement Dordogne benannte Kulturstufe der Jüngeren Altsteinzeit, ca. 40 000 – 10 000 v. Chr.) von Menschen besiedelt war. Neben der Gudenushöhle ist damit die „Frauenluckn“ in Schmerbach am Kamp die zweite Magdalenienstation in Österreich.


In Kriegszeiten, die das Waldviertel in früheren Jahrhunderten immer wieder heimsuchten, sollen die Bewohner der Umgebung, besonders Frauen, die Höhle als Zufluchtsort vor den feindlichen Soldaten aufgesucht haben.
Während des Dreißigjährigen Krieges, als die schwedischen Soldaten nach Schmerbach kamen, konnten die meisten Frauen des Ortes noch rechtzeitig flüchten und die Höhle als Schlupfwinkel aufsuchen. Die Soldaten, denen das völlige Fehlen von Frauen in Schmerbach aufgefallen ist, machten sich daher auf die Suche.
Ein Soldat entdeckte in einem steilen und deshalb auch schwer zu begehenden Wald, den Eingang zur Höhle. Als er zum Eingang kam sah er, dass dieser von einem großen, den ganzen Höhleneingang überspannenden Spinnennetz, verschlossen war. Vielleicht glänzten auch in der Sonne die Tautropfen, die an dem Netz hingen und dadurch das Spinnennetz um so deutlicher sichtbar erscheinen ließen.
Der Soldat nahm an, dass hier in letzter Zeit niemand aus- und eingegangen sein konnte und ging weiter. Die Frauen, die sich in der Höhle aufhielten, vor Angst zitterten, sich aber ruhig verhalten hatten, wurden nicht entdeckt. Nachdem die schwedischen Soldaten weiter gezogen waren, kehrten die Frauen unversehrt in das Dorf zurück.

 

Schwimmen im Kampsee Dobra

 

Gelegenheiten zum Schwimmen bestehen am Kampsee Dobra,
entweder beim Campingplatz Dobra (mit Liegewiese und Bootsverleih;
Eintritt für Ferienschloss-Gäste € 1,00) ...

 



…oder am Jugendlagerplatz bei der Ruine
Für Ferienschloss-Gäste kostenlos

 

Badeteich Franzen

Gehzeit ca. 30 Minuten (kein Eintritt)

 

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